moving menschheit

mobile Ausstellung zum Thema Migration
(Teamarbeit mit Willy Dumaz und Max von Elverfeldt)

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Kein Thema hat die Deutschen seit 2015 so sehr bewegt und polarisiert wie die sogenannte Flüchtlingskrise. Die Debatte zwischen engagierten BürgerInnen und sich radikalisierenden Asylgegnern hat sich so stark aufgeheizt und emotionalisiert, dass ein objektiver Blick auf die Gesamtsituation kaum mehr möglich ist. Mit ›moving menschheit‹ ist ein interaktives Ausstellungskonzept entstanden, das Menschen aus ihrem Alltag abholt und spielerisch globale wie historische Kontexte der weltweiten Migration beleuchtet.

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Hintergründe
Da Ausstellungen sich vermehrt in großen Städten sammeln, setzen sich die BesucherInnen oft aus kulturbegeisterten Bildungsbürgern und Schulklassen zusammen. ›moving menschheit‹ ist anders: Sie tourt durch Deutschland und schafft vor Ort ein Angebot auf öffentlichen Plätzen. Zufällig begegnen auch weniger ausstellungsaffine Menschen dem mobilen Ausstellungsstand. Zunächst niederschwellig lädt ›moving menschheit‹ ein, sich mit dem Thema ›Migration‹ spielerisch und später auch tiefergehend auseinanderzusetzen. Im Fokus stehen dabei die vier Themenfelder ›Kultur‹, ›Migrationsgeschichte‹, ›Migrationspolitik‹ und ›Flucht‹.

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Die BesucherInnen können z.B. mit einer „interaktiven Zeitmaschine durch die Migrationsgeschichte“ reisen, Fluchtrouten auf einer „Crossmedialen Weltkarte“ verfolgen und im „Culture Quiz“ ihre interkulturellen Kompetenzen auf die Probe stellen. Dabei wird eine Balance gehalten zwischen Information, Interaktion und Reflektion. Ziel der Ausstellung ist es, das spannende Thema Migration mit einer frischen Neugierde und Faszination anzugehen und Lust zu machen, sich damit auf neue und spielerische Art auseinanderzusetzen und auszutauschen!

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Mobilitätskonzept
Ein speziell für den Einsatz auf öffentlichen Plätzen konzipiertes Raumkonzept bildet die architektonische Grundlage der Ausstellung. Ein Kubus mit den Maßen 2,40 m x 2,40 m kann auf der Ladefläche eines Kleintransporters an verschiedene Orte transportiert, dort abgeladen und geöffnet werden.

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Partizipative Recherche
Die Recherche bestand neben Museumsbesuchen, Experteninterviews, Auseinandersetzung mit Litaratur, Medien und sozialen Netzwerken auch aus einigen speziell entwickelten Recherche-Interventionen. So wurden ›Cultural Probes‹ an freiwillige TeilnehmerInnen versandt, die dann gemeinsam mit ihren mindestens 20 Jahre älteren ›Generationspartnern‹ einen Fragenkatalog bearbeiteten und Fotos zu verschiedenen Themen machten. Hierbei wurden unterschiedliche Sichtweisen und Ängste der Personen und Generationen vergleichbar, sowie Hintergründe dieser verständlicher.

Eine weitere Aktion, die Aufschluss übber die Zielgruppe gab und Menschen aufforderte, eigene Ideen und Themen in die Ausstellung einzubringen, fand auf dem Hallenser Marktplatz statt (Film).

Dramaturgie

Neben interessanten Ideen und aufschlussreichen Gesprächen, konnte bei der Intervention auf dem Marktplatz (Film) beobachtet werden, dass Menschen zunächst aus ihrem Alltag abgeholt werden müssen, bevor sie sich tiefer auf ein Thema oder sogar auf eine persönliche Auseinandersetzung einlassen möchten. Aus dieser Erkenntnis heraus wurde eine ›Dramaturgie‹ entwickelt:

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Weiter außen stehende, niedrigschwellige, spielerische Exponate (›Satelliten‹) machen neugierig auf die eigentlichen ›Themenfelder‹, die sich in halboffenen Räumen den Besuchern unverfänglich anbieten. Im Inneren lädt ein geschützter Raum (›Kern‹) dazu ein, sich selbst Gedanken zu verschieden Themen zu machen und sich auszutauschen. Gleichzeitig bildet der Kern die Schnittstelle zur Website und ›social media‹ der Ausstellung.

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